10. November 2010, 19:30, Neues Museum Schloss Salem
Phänomene des Atheismus
Professor Dr. Magnus Striet
Nach Jahren, in denen es schien, als würde die Religion wiederkehren, waren in den letzten Jahren vermehrt Stimmen zu hören, die einen teils aggressiven Atheismus proklamierten. Richard Dawkins "Gotteswahn" wurde zum Bestseller. Peter Sloterdijks "Du musst Dein Leben ändern" zeigt zwar keine aggressiven Züge, aber: Dass Gott eine Projektion ist, zieht sich als selbstverständliche Annahme durch dieses gleichfalls viel gelesene Buch. Daneben aber gibt es einen Atheismus, der Religion nicht auf Gewalt und Projektion reduziert, sondern der melancholisch gestimmt ist. Könnte es sein, dass es zwar ein Bedürfnis gibt, glauben zu wollen, aber nicht mehr glauben zu können? Der Abend wird in einem unübersichtlichen Feld Sondierung vornehmen und in ein kritisch-nachdenkliches Gespräch über die Atheismen der Gegenwart münden. (Magnus Striet)

Prof. Dr. Magnus Striet ist Inhaber des Lehrstuhls für Fundamentaltheologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Forschungsschwerpunkte: Anthropologie, Gotteslehre und Eschatologie

Begleitende Literatur
Magnus Striet: Radikale Kontingenz (Herder)
Magnus Striet (Hrsg.): Hilft beten? (Herder)
Magnus Striet (Hrsg.): Wiederkehr des Atheismus (Herder)

Pressebericht im Südkurier

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